Der Begriff ist wörtlich gemeint. In einem Cockpit liegen alle Instrumente in
Reichweite und im Blick — niemand sucht während des Fluges nach dem Höhenmesser.
Übertragen auf Software heißt das: Die Abläufe, die täglich anfallen, liegen auf
einer Oberfläche zusammen, in der Reihenfolge, in der sie tatsächlich gebraucht werden.
Der Unterschied liegt nicht im Funktionsumfang.
Große Standardsysteme können meist mehr. Der Unterschied liegt im Zuschnitt: Ein
Branchen-Cockpit kennt die Fachbegriffe, die Sonderfälle und die Reihenfolge der
Arbeitsschritte. Es fragt nicht nach einem „Vorgang“, wenn in der Branche jeder von
einer Inspektion spricht.
Das klingt nach einer Kleinigkeit, entscheidet aber darüber, ob eine Software benutzt
oder umgangen wird. Wer täglich drei Felder zweckentfremdet und die eigentliche
Auswertung in Excel nachbaut, arbeitet gegen sein System statt mit ihm.
Woran Sie merken, dass der Zuschnitt nicht passt
- ✓ Daten werden regelmäßig zwischen Systemen kopiert
- ✓ Felder werden zweckentfremdet, weil das passende fehlt
- ✓ Die wichtigste Auswertung entsteht außerhalb der Software
- ✓ Neue Mitarbeitende brauchen eine mündliche Anleitung, wie das System „eigentlich“ gemeint ist
Trifft mehreres zu, lohnt das Gespräch. Trifft nichts zu, bleiben Sie bei dem, was Sie haben.