Branchensoftware

Vertriebssoftware mit Provisionsabrechnung

Strukturen, Karrierestufen und Provisionen automatisch abrechnen — direkt angebunden an Shop und Warenwirtschaft.

Die Ebene, die im Shop fehlt

Ein Onlineshop kennt Bestellungen, Artikel und Kunden. Was er nicht kennt, ist die Vertriebsstruktur dahinter: Wer wem zugeordnet ist, welche Karrierestufe sich daraus ergibt, wie sich eine einzelne Bestellung auf mehrere Ebenen verteilt.

Diese Ebene wird deshalb fast immer nebenher gebaut — in Tabellen, mit monatlicher Handarbeit. Das trägt, solange die Organisation überschaubar ist. Mit jedem weiteren Partner wächst der Aufwand, und mit ihm die Wahrscheinlichkeit, dass eine Abrechnung nicht stimmt.

Der Ausweg ist nicht, die Warenwirtschaft zu ersetzen, sondern die fehlende Ebene an sie anzudocken. Genau das tut SalesAdmin: Bestellungen bleiben in JTL, die Struktur- und Provisionslogik liegt darüber.

Was ein Vertriebsbackend leisten muss

Diese Liste eignet sich als Prüfraster — auch wenn Sie eine andere Lösung evaluieren. Jeder fehlende Punkt wird später zu Handarbeit.

Baustein Worauf es ankommt
Strukturabbildung Zuordnungen ändern sich. Das System muss wissen, wie die Struktur zum Zeitpunkt einer Bestellung aussah — nicht nur, wie sie heute aussieht.
Provisionsregeln Sie dürfen komplex sein, müssen aber eindeutig formuliert sein. Der erste Schritt ist meist, die bestehende Praxis überhaupt auszuformulieren.
Storno-Rückrechnung Der Punkt, an dem selbstgebaute Lösungen scheitern: Eine ausgezahlte Provision auf eine stornierte Bestellung muss über alle Ebenen zurückgerechnet werden.
Anbindung an Shop und Wawi Bestellungen und Artikel bleiben in der Warenwirtschaft. Wer sie dupliziert, hat ab dem ersten Tag zwei Wahrheiten.
Auswertung in Echtzeit Ohne aktuelle Zahlen wird die Vertriebssteuerung zum Blindflug — und die Zentrale zum Auskunftsschalter.
Selbstauskunft für Partner Eigene Dashboards entlasten spürbar. Ohne sie landet jede Frage nach Umsatz und Provisionsstand intern.

Der Schritt, den niemand gern macht

Die Provisionsregeln vollständig aufzuschreiben. In fast jedem Projekt stellt sich dabei heraus, dass es Fälle gibt, die bisher „nach Gefühl“ entschieden wurden — und dass zwei Beteiligte dieselbe Regel unterschiedlich verstehen. Das ist unbequem, aber es ist der Punkt, an dem der eigentliche Wert entsteht: Eine Software kann nur abrechnen, was vorher eindeutig ist.

Wie ein Abrechnungslauf abläuft

Der Monatsabschluss ist der Moment, in dem sich zeigt, ob ein System trägt. Was händisch eine Woche dauert, läuft automatisiert in Minuten — vorausgesetzt, die Schritte sind sauber getrennt.

1

Umsätze abgrenzen

Welche Bestellungen fallen in den Zeitraum? Entscheidend ist das gewählte Stichdatum — Bestellung, Zahlung oder Lieferung. Diese Festlegung klingt trivial und ist der häufigste Grund für Differenzen zwischen zwei Auswertungen.

2

Struktur zum Stichtag rekonstruieren

Zuordnungen ändern sich. Für die Abrechnung zählt, wie die Struktur zum Zeitpunkt der Bestellung aussah — nicht, wie sie heute aussieht. Ein System, das nur den aktuellen Stand kennt, rechnet rückwirkend falsch.

3

Regeln anwenden

Provisionssätze, Karrierestufen, Teamanteile. Hier kommt nichts Überraschendes vor, sofern die Regeln vorher eindeutig formuliert wurden.

4

Stornos gegenrechnen

Rückgaben und Stornos aus früheren Zeiträumen werden über alle beteiligten Ebenen zurückgerechnet. Der Schritt, den selbstgebaute Lösungen fast immer auslassen.

5

Freigeben und auszahlen

Vor der Auszahlung eine Kontrollansicht: Wer bekommt wie viel, und weicht etwas auffällig vom Vormonat ab? Erst danach werden die Abrechnungen erzeugt und für die Partner sichtbar.

Nachvollziehbarkeit ist kein Nebenprodukt

Früher oder später fragt jemand: „Warum sind das nur 340 Euro?“ Wenn darauf niemand antworten kann, ohne eine Tabelle nachzubauen, ist das System unvollständig — unabhängig davon, ob es richtig gerechnet hat.

Jede Provisionszeile muss sich deshalb bis auf die zugrunde liegende Bestellung aufschlüsseln lassen, inklusive der angewandten Regel. Das ist nicht nur eine Frage des Vertrauens, sondern auch eine der Nachweisbarkeit gegenüber Partnern und Prüfern.

Häufige Fragen zu Vertriebssoftware

Weil ein Shop Bestellungen kennt, aber keine Vertriebsstruktur. Wer wem zugeordnet ist, welche Karrierestufe daraus folgt und wie sich eine Bestellung auf mehrere Ebenen aufteilt, kommt in keinem Shop-Datenmodell vor.

In der Praxis wird diese Ebene deshalb oft in Tabellen nachgebaut — was funktioniert, solange die Vertriebsorganisation klein ist, und mit jedem weiteren Partner fehleranfälliger wird.

Wie rechnen Sie heute ab?

Wenn die Antwort „mit einer Tabelle“ lautet, lohnt sich ein Gespräch.